=> Startseite => ZU DIESER SEITE +++ Datum Operationsfehler: 13.03.2002 +++


Vorab ist zu erwähnen, dass sich die Familie wohl kaum zum Gang in einen Prozess entschlossen hätte, wäre sie nicht von vielen Ärzten bzw. Chirurgen darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei und rund um diese OP "manches fragwürdig" erscheint. Sie hat sich mit Ärzten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in Verbindung gesetzt und Privatgutachten eingeholt.
Nach Abwägen aller Für und Wider und dem Einschätzen der Erfolgswahrscheinlichkeit in einem Prozess wurde knapp vor Ablauf der Klagsfrist (3 Jahre) diese 2005 gegen die AUVA, den Versicherungsträger des Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus, eingereicht.


Phillip wurde im Sommer 2001 in Wien Opfer eines Überfalls. Mit schweren Kopfverletzungen wurde er in das Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus gebracht und schwebte 12 Tage in Lebensgefahr. Nach vielen Rehabilitationen hatte er sich etwas mehr als ein halbes Jahr später soweit erholt, dass er bereit war, seinen gewohnten Lebensrhythmus wieder aufzunehmen. (Artikel 2001)

Im März 2002 wird im Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus eine Planoperation am Kopf durchgeführt. Nach der Operation stellt man bei Phillip eine Massenblutung im Gehirn fest. Ein aus einem anderen Spital hinzugezogener Neurochirurg rettet ihm in einer Notoperation das Leben. Phillip ist zu 100% behindert, seit diesem Tag ein Pflegefall. (Artikel 2007)

Prim. Hertz erklärte nach der Operation der Familie und Freunden vor der Intensivstation des Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhauses, dass Phillip "in 6 bis 9 Monaten wiederhergestellt sei"(!!!). War diese Prognose damals ein Hoffnungsschimmer, so wurde bald - mit zunehmender Kenntnis der Schwere der Verletzung und Rehabilitation - vollkommen unverständlich, aufgrund welcher Umstände der Operateur zu dieser Sichtweise kam. Phillip wird in seinem Leben NIE mehr eine vollständige Wiederherstellung erlangen.

Verständlich, dass Familie und Freunde meinten, "diese Behinderung ist eine Folge der Operation". Die beiden verantwortlichen Operateure des Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus sprachen sich jedoch von jeder Schuld frei. Im Rahmen eines Prozesses wurde im Juni 2009 befunden: die beiden Operateure des Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhauses, Prim. Harald Hertz und Dr. Edi Spritzendorfer, tragen Schuld an dem katastrophalen Ergebnis.

Nachdem die Schuldfrage geklärt wurde, begann im September 2009 der 2. Teil des Prozesses - die Frage nach der Schadenshöhe. Da von vielen Seiten Interesse am Ausgang besteht, wird an dieser Stelle auch die Entwicklung im Prozess II weiterhin dokumentiert.

Diese Seite ist als eine diesen Prozess begleitende gedacht.

Für nachstehende Personen/Operationen werden auf dieser Website folgende Namen/Abkürzungen verwendet:

das Wiener Unfallspital ............... Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus
1. Operation vom 13.03.2002 .... OP 1
Operateur der 1. Operation ......... Prim. Harald Hertz    *   Info Ärztekammer März 2009    *   Info Ärztekammer März 2011
Assistent der 1. Operation .......... Dr. Edi Spritzendorfer    *   Info Ärztekammer März 2009    *   2011 kein Eintrag, vermutl. Pension
2. Operation vom 13.03.2002 ........ OP 2
Operateur der 2. Operation ......... OPERATEUR C (aus einem anderen Spital hinzugezogener Neurochirurg)
Versicherungsträger ........... die AUVA