=> Startseite => div. Anmerkungen> => das Prozessziel +++ Datum Operationsfehler: 13.03.2002 +++

Das Prozessziel lautet:

"Eine lebenslange finanzielle und therapeutische Absicherung, um Abhängigkeiten soweit wie möglich zu vermeiden."

Situation: Ob bzw. inwieweit Phillip jemals wieder selbständig leben können wird, ist aktuell nicht absehbar. Dieser Prozess soll möglichst viele Hindernisse für und in Phillips Zukunft ausschliessen - in jedem Grad der Selbständigkeit. Das bisherige Vorgehen der AUVA ist mehr denn je eine Bestätigung, sich für diese Absicherungen einzusetzen. Phillip feiert im Juni 2015 seinen 40. Geburtstag. Wie weit seine Lebenserwartung vom Durchschnitt abweicht ist schwer abzuschätzen. Da aber in zahlreichen Gutachten, die im Rahmen dieses Prozesses erstellt wurden, niemals eine geringere Lebenserwartung vermutet wurde, geht die Familie in diesem Punkt von einer durchschnittlichen aus.

Finanzielle Absicherung: Phillip wird nie wieder arbeiten können, d.h. ihm wurde durch den Behandlungsfehler jegliche Einflussnahme auf seine finanzielle Situation genommen. Er bedarf weiterer Therapien, die auch aus Bereichen kommen, die von den Krankenkassen nicht bzw. kaum bewilligt werden (z.B. div. Massagen, Akupunktur, zusätzliche Logopädie etc.). Da diese über einen gewissen Zeitraum immer wieder erfolgreich und motivierend waren, sind solche "Mosaiksteinchen" sehr wichtig für seine weitere positive Entwicklung. Und natürlich soll er sich seinen so stark begrenzten Lebensraum so angenehm wie möglich gestalten können.

Therapeutische Absicherung: Phillip soll keine notwendige Therapie verwehrt bleiben, weil eine Behörde meint, diese sei nicht erforderlich, er hätte für einen bestimmten Zeitraum bereits "genügend erhalten" oder die finanziellen Mittel fehlen. Das diese Absicherung kein "Fass ohne Boden" sein kann, ist natürlich klar. Das Phillip aber in absehbarer Zeit nur noch auf eine geringe Anzahl an Therapien zurückgreifen darf, die seine Mankos betreffend nicht zielführend sind - dieser Zustand ist inakzeptabel!

Spätfolgen: Aufgrund der Schädigung und nachherigen Entwicklung ist mit vielen Spätfolgen zu rechnen, die jetzt noch nicht absehbar sind (Phillip nimmt z.B. schwere Medikamente gegen seine Epilepsie). Hier muss gewährleistet sein, das SOFORT therapeutisch bzw. operativ SINNVOLL gehandelt wird und dem keine wochen- oder monatelange Behördenwege voraus gehen.