=> Startseite => die AUVA +++ Datum Operationsfehler: 13.03.2002 +++

Die Vorgehensweise der AUVA

Phillip wurde 2002 im Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus operiert. Im Zuge dieser Operation unterlief den beiden Operateuren ein Behandlungsfehler, aufgrund dessen Phillip zu 100% behindert das Spital verließ. Zur Zeit läuft ein Prozess gegen die AUVA, den Versicherungsträger dieses Spitals. Nachstehend einige Punkte, wie die AUVA in diesem Fall gegen einen in ihrem Haus geschädigten Patienten vorgeht - eine Dokumentation zum Kopfschütteln. An dieser Stelle soll zudem nochmals erwähnt werden, dass durch das Vorgehen der beiden verantwortlichen Operateure und in weiterer Folge der AUVA der Rehabilitationsprozess von Phillip erheblich gestört wurde.
Vor Prozessbeginn - Post von der AUVA:
Die AUVA hält Rücksprache mit den beiden Operateuren der verhängnisvollen Operation. Diese weisen jede Schuld von sich. Somit ist für die AVUA klar: es handelt sich um eine schicksalshafte Entwicklung im Zuge der Operation. Zudem erinnert die AUVA daran, dass der Geschädigte über die Patientenanwaltschaft einen (fünfstelligen) Betrag erhalten hat und scheint somit zu meinen, dass dies ausreichend sei. Ob dieses Schreiben mit dem etwas zynischem Unterton ein Standardbrief der AUVA ist können wir nicht beurteilen. Das der Inhalt wie blanker Hohn seitens der AUVA klingt - das jedoch sehr wohl! (Brief Versicherung/AUVA)
Raufhandel? Der Informationsstand der AUVA ist mehr als fragwürdig!
Im Zuge der Einholung des Gutachtens bzgl. der Berufsfähigkeit entblödet sich die AUVA nicht, von Verletzungen "im Zuge eines Raufhandels" zu schreiben. Hier dürfte der AUVA trotz bereits jahrelangem Prozess entgangen sein, dass die Verletzungen im Rahmen eines Überfalles verursacht wurden - nicht unbedingt ein seriöses Vorgehen. Dieses passt aber perfekt ins das Bild, das die AUVA im Verlauf des bisherigen Prozesses abgibt.
2011: Privates Ergänzungsgutachten der AUVA/Wr. Städtischen - aus dem Hause AUVA von Primar Univ. Prof. Dr. O. und Dr. W.!
Nach Erstellung eines neurologisch-psychatrischen Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen, das keineswegs den Vorstellungen der AUVA entsprach, wurde im Auftrag der Wr. Städtischen ein "Privatgutachten" erstellt und dem Gericht vorgelegt. Verfasser des Gutachtens waren "zwei in einem Angestelltenverhältnis mit der beklagten Partei" stehenden Gutachter, Dr. W. (neuropsychologisch und arbeitspsychologisch) und Prim. Univ. Prof. Dr. O. (nervenärztlich), beide zum damaligen Zeitpunkt in einem UKH in Wien tätig.
Ein sehr interessanter Fakt: Dr. O., in dessen Haus Phillip im Zuge seiner Rehabilitation (vor der Operation) im Jahr 2002 in der Krankengeschichte "ein ausgesprochen günstiger Krankheitsverlauf" beschienen wird, scheint seine Wahrnehmung im Laufe der Zeit geändert zu haben und meint 2011: "Von einem günstigen Krankheitsverlauf kann bei differenzierter Analyse nicht gesprochen werden."
Auf weitere Details dieses merkwürdigen "Gutachten" möchten wir nicht mehr eingehen. Es soll hier nur zum Ausdruck gebracht werden, mit welchen "Absonderlichkeiten" der Prozess in die Länge gezogen wird. Zudem hat die AUVA den Antrag gestellt, einen anderen Sachverständigen zu benennen. Zu Recht fand weder der Wunsch der AUVA noch dieses "Gutachten" richterliche Zustimmung.
2015: 6 Jahre nach dem Teilurteil wurden zur Klärung der Schadensersatzfrage folgende Punkte rechtskräftig entschieden:
Schmerzensgeld, Verunstaltungsentschädigung und Feststellungsbegehren. Offen sind somit noch die vermehrten Aufwendungen und die umfangreichen Punkte des Verdienstentganges und der Pflege. Dieses zähe Vorgehen zeigt deutlich auf, dass die AUVA in keinster Weise eine schnelle Klärung im Sinne hat - und somit Phillip nach wie vor schädigt. Auch das legitim, leider. Hier ist eine Gesetzesänderung dahingehend wünschenswert, dass solche Prozesse einem Zeitlimit unterliegen. Innerhalb einer gewissen Zeitspanne ab Prozessbeginn sollte man wohl zu einem Ergebnis kommen. Warum hier nicht der Hebel angesetzt wird, ist eine offene Frage.