=> Startseite> => Aussagen/Gutachten im Prozess II +++ Datum Operationsfehler: 13.03.2002 +++


Aktueller Verlauf: Einholung von Gutachten und Stellungnahmen der AUVA

Alle Sachverständigen wurden vom Gericht bestimmt.
Im Mai 2010 wurde im Auftrag des LG für ZRS Wien ein arbeitsmedizinisches Gutachten erstellt.
Im November 2010 übermittelt ein Sachverständiger dem Gericht ein neurologisch-psychatrisches Gutachten.
Im Jänner 2013 wurde ein Gutachten über den aktuellen und zu erwartenden Pflegeaufwand vorgelegt.


Kurzinfo bzgl. Beurteilungen in den jeweiligen Gutachten:

Aus dem arbeitsmedizinischen Gutachten:
Nachdem es zu keinen intern relevanten Verletzungen gekommen ist, konnte der Kläger (...) die verlangten Anforderungen an einen Computerfachmann betreffende leichte körperliche Tätigkeit erfüllen. Dies vor der Operation vom 13.03.2002, aber auch nach der ihm im August 2001 zugefügten schweren Kopfverletzung. Es gibt keinen Hinweis auf eine Erkrankung, die eine Bildschirmarbeit unmöglich gemacht hätte.

Aus dem neurologisch-psychatrischen Gutachten:
Aufgrund des dokumentierten Krankheitsverlaufes wäre jedoch zu erwarten gewesen, dass - wäre es bei der Operation am 13.02.2002 nicht zu den folgenschweren Komplikationen gekommen - sich der psychisch-geistige Zustand des Klägers im weiteren Verlauf soweit gebessert hätte, dass es mit höchster Wahrscheinlichkeit innerhalb von 12 Monaten (ab dem 31.01.2002) zu einer weitgehenden Remission des organischen Psychosyndrom gekommen und der Kläger wieder in der Lage gewesen wäre, die (...) intellektuell-fachlichen und psychischen Berufsanforderungen eines Computerfachmannes zu erfüllen.

Aus dem Gutachten bzgl. Pflege:
Im gegenständlichen Fall ist festzuhalten, dass es zu seltenen epileptischen Anfällen kommt, diese jedoch nicht selbst limitierend sind. Bei nicht limitierten generalisierten Anfällen mit Neigung zur Entwicklung eines Status epilepticus wäre in diesem Fall das nicht Verbringen des Krampfenden in Spitalsbehandlung mit einer lebensbedrohlichen Situation verbunden. Aus diesem Grund ist die Beobachtung durch die Anwesenheit einer betreuenden Person erforderlich (der Kläger kann bis zu einer halben Stunde alleine gelassen werden).